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Wirtschaft und Technik - Vorreiter zukunftsfähiger Kooperation??!

 

 

Sehr geehrte Führungskräfte,

angesichts der zunehmenden politischen Polarisierungen und Radikalisierungen ist es angebracht, kurz innezuhalten und sich zu vergegenwärtigen, wohin uns die technische und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre im positiven Sinne gebracht hat. Auch mit einer gesunden Skepsis hinsichtlich der Verheissungen einer blinden Wirtschafts- und Wissenschaftsgläubigkeit gibt es in der heutigen Praxis der unternehmerischen Arbeit einen Paradigmenwechsel, der den Betrieb hochkomplexer Prozesse und Wirtschaftsbeziehungen überhaupt erst möglich macht.

Unsere globalisierten, digitalisierten und weitgehend automatisierten Geschäftsbeziehungen beruhen auf einem neuen Verständnis für netzwerkartige Kooperationsbeziehungen. Jede individuelle Handlung (oder deren Unterlassung) kann sich in nachgelagerten Prozessen dramatisch multiplizieren und eine exponentielle Welle von Folgeschäden und Produkthaftungen nach sich ziehen.

Kooperation und Koordination auf allen Ebenen, über organisationale Grenzen hinweg und quer zu hierarchischen Strukturen, sind heute in vielen Unternehmen eingeführt. Ohne dies wäre eine effiziente Kommunikation - gerade im Fehler- oder Krisenfall - gar nicht möglich.

Damit ist stillschweigend das Bewusstsein gewachsen, dass eine partnerschaftliche Beziehung, auch z.B. zwischen Anbieter und Lieferanten, die Krisensicherheit erhöht. Und dass sich Investitionen in langfristige, partnerschaftliche Entwicklungen von Geschäfspartnern auch zugunsten eigener erfolgreicher Innovationen und Unternehmenssicherheit rentabilisieren.

Dieses Bewusstsein spiegelt sich in aktuellen Management-, OE und Qualitäts-Sicherungs-Konzepten, wie z.B. der noch relativ neuen ISO 9001 / 2015. Kunden- und Lieferantenbeziehungen haben hier explizit und in Kontinuität dem gegenseitigen Nutzen zu genügen.


Als Führungskräfte haben wir heute die Aufgabe, dieses neue Selbstverständnis zukunftsweisender und partnerschaftlicher Kooperationen konsequent zu leben. Innerhalb unserer Organisationen, als Vertreter unserer Unternehmen, aber auch im Privatleben sind wir aufgefordert, authentisch, wirksam und inspirierend diese konstruktive Haltung zu verkörpern.

 

Ich würde mich sehr freuen, zu diesem Thema mit Ihnen in einen Dialog zu treten. Können Sie aufgrund Ihrer eigenen beruflichen Erfahrungen diesen Gedanken zustimmen? Erleben Sie einen Unterschied zwischen Ihren eigenen beruflichen Kooperationsbeziehungen und der gesellschaftspolitischen Wahrnehmung derselben?

 

Ich freue mich auf Ihre Antworten - und würde mich sehr freuen, mit Ihnen persönlich oder mit Ihrer Organisation an diesem Thema inhaltlich zu arbeiten!

 

 

 

Dr. Michael J. Heim

 

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